Feuerwehrhaus in Klein Radden, Foto: Peter BeckerKolosseum in der Neustadt, Foto: Peter BeckerBischdorfer See, Foto: Peter BeckerBannerbildAufnahme des Spielplatzes Aufnahme im Lübbenauer Ortsteil Lehde, Foto: Peter BeckerBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildSchloss Lübbenau, Foto: Peter Becker
 

Tourismusentwicklungs- und Marketingstrategie

Zur Tourismus- und Marketingstrategie der Stadt Lübbenau/Spreewald gehört unter anderem der Masterplan naturverträglicher Wassertourismus Spree-Spreewald.

 

Masterplan naturverträglicher Wassertourismus Spree-Spreewald

 

Der Masterplan naturverträglicher Wassertourismus Spree-Spreewald wurde 2012 erstellt und nach fast zehn Jahren systematisch und empirisch analysiert. Zahlreiche Erkenntnisse über Kahnvermietung, Gewässerfrequentierung, Infrastruktur, Beschilderung und weitere Informationen wurden auf den „Prüfstand“ gestellt. Der Endbericht „Evaluierung Masterplan naturverträglicher Wassertourismus Spree-Spreewald" ist unten in der Anlage einzusehen.

 

Wassertourismus im Allgemeinen und Kanutourismus im Besonderen ist ein seit Jahren ein dynamisch wachsender Markt mit hohen ökonomischen Potenzialen1 gerade für strukturschwache ländliche Räume wie dem Spreewald. Im Rahmen der im Auftrag der Bundesvereinigung Kanutouristik 2005 erarbeiteten Grundlagenstudie zum Kanutourismus (siehe www.kanutouristik.de) wurde für Deutschland eine Zahl von 1.3 Mio. Kanuten ermittelt mit weiter steigender Tendenz insbesondere bei nicht im Verein organisierten Kanuten, die bereits aktuell lt. Grundlageuntersuchung mehr als 90% der kanutouristischen Nachfrage ausmachen. Die Dynamik dieses Wachstumsmarkts
spiegelt sich auch in dem rasanten Ausbau des gewerblichen Kanugeschäfts v. a. der Kanuvermietung in Deutschland wider. Allein in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre hat sich lt. Grundlagenstudie die Anzahl der Kanuanbieter bundesweit etwa verdoppelt. Damit einher gegangen
ist in vielen Revieren eine deutliche Zunahme der Bootsverkehre bzw. Gewässerfrequentierung und in Folge dessen auf vielen Gewässern eine Verschärfung der Konfliktpotenziale zwischen Kanutourismus, Naturschutz und anderen Interessengruppen.


Eine vergleichbare Entwicklung ist auch für den Spreewald zu beobachten, der analog des bundesweiten Trends eine stark gestiegene vor allem tagestouristische Nachfrage in den letzten Jahren zu verzeichnen hat. Auch im Spreewald haben sich die Mietbootkapazitäten in den letzten zehn Jahren etwa verdoppelt2. Mit dem damit verbundenen weiteren Anstieg der Kanuverkehre auf den Fließen hat sich auch das Konfliktpotenzial verschärft. Dies betrifft vor allem die folgenden Punkte:

  • Probleme mit anderen Gewässernutzern3, allen voran dem Kahnfährtourismus durch Behinderungen auf den von Kanuten und Kähnen gleichermaßen genutzten Fließen insbesondere in den Ortslagen und angrenzenden Bereichen.
  • Konflikte mit naturschutzfachlichen Interessen (Beeinträchtigung der einzigartigen Flora und Fauna dieses als UNESCO-Biosphärenreservat und NATURA 2000-Gebiet international geschützten Gebietes).
  • Imageschaden als überfülltes Massen-Kanurevier („Mallorca des Paddelns“).

 

Vor dem Hintergrund des bundesweit weiter zu erwartenden (moderaten) Marktwachstums im Wasser- und Kanutourismus und weiterer neu entstehender Beherbergungskapazitäten im Spreewald (v. a. Tropical Islands mit etwa 10.000 geplanten Betten) steigt der Handlungsbedarf für eine Steuerung des Wassertourismus nicht nur aus naturschutzfachlicher, sondern auch aus touristischer Sicht, denn Natur und Landschaft bilden lt. Grundlagenuntersuchung zum Kanutourismus das eindeutige Hauptmotiv für eine Kanutour. Es liegt folglich im Eigeninteresse des Wassertourismus selbst, Gewässer und Natur als das Kapital für den Wassertourismus zu bewahren und damit auch die wirtschaftlichen Potenziale des Wasser-Kanutourismus für diese strukturschwache Region nachhaltig zu sichern.


Vor diesem Hintergrund hat sich die Region gemeinsam4 dazu entschlossen, einen Masterplan naturverträglicher Wassertourismus zu erstellen und hat dafür im Herbst 2010 das Büro PROJECT M beauftragt5. Der Masterplan ist keine Planungsstudie im rechtlichen und ingenieurstechnischen Sinne, sondern eine konzeptionelle Grundlage für die künftige wassertouristische Ausrichtung der Region. Hauptziel des Masterplans ist es, unter Beachtung der unterschiedlichen Nutzerinteressen Strategien und Lösungsmodelle für eine nachhaltige wassertouristische Nutzung der Gewässer zu erarbeiten und dabei die einzigartige Spreewaldnatur in einem guten Erhaltungszustand
zu bewahren. Eine Zukunftssicherung des Wasser-Kanutourismus im Spreewald macht eine Steuerung der weiteren Entwicklung zwingend erforderlich. Ein weiteres ungesteuertes Wachstum wie in den vergangenen Jahren dürfte zwangsläufig zu restriktiven Befahrenseinschränkungen führen, wie dies an vielen Gewässern Deutschlands bereits gängige Praxis ist. Eine solche Entwicklung kann nicht im Interesse des Wassertourismus sein, so dass dieser gefordert ist, dem durch eine stärker naturverträgliche Ausrichtung entgegen zu wirken. Hauptaufgabe des Masterplans ist es zu definieren, wie naturverträglicher Wassertourismus im Spreewald und auf der
Spree konkret aussehen soll und welche Instrumente eingesetzt werden müssen, um eine höhere Naturverträglichkeit zu erreichen.
 

Den vollständigen Plan als PDF-Dokument  sowie die Evaluierung finden Sie hier:

 

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