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15.8.2018 : 7:22 : +0000

Lübbenau im Wandel

Anfang dieses Jahres beauftragte die Stadt Lübbenau/Spreewald fünf Architektur- und Planungsbüros in einer Ideen- und Konzeptwerkstatt Vorschläge für die Umgestaltung des Areals am Spreewaldstadion zu erarbeiten. Am 24. April präsentierten vier Agenturbüros jeweils anderthalb Stunden lang ihre Konzepte im Rathaus der Stadt.
Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und wird sich auch in Zukunft ändern. Beispiele hierfür sind der Rückbau der Hochhäuser oder die Quartiersveränderungen wie beispielsweise „Vier Jahreszeiten“ oder aktuell „Neue Freundschaft“. Bis voraussichtlich 2019 werden die Bahnübergänge und die Landstraße L49 in ein Niveaufreies Verkehrskonzept (NVK) mit Kreisverkehren umgestaltet.
Neben der städtebaulichen Entwicklung soll aber auch den Anforderungen für den Status eines staatlich anerkannten Erholungsresorts Rechnung getragen werden. Und so könnte sich in der Zukunft das Antlitz des Areals rund um das Spreewaldstadion ändern. Die Aufgaben waren klar gestellt. Das zur Verfügung gestellte Gesamtareal umfasste eine Fläche von circa 80.000 m2 und erstreckte sich zwischen der Straße des Friedens, Friedrich Engels Straße und der Berliner Straße, einschließlich des ehemaligen Verbrauchermarktes. Hier soll eine Leichtathletik- und Outdoor- Sportstätte sowie ein Funktions- und Sozialgebäude integriert werden. Die vorhandene Trendsportanlage einschließlich des Kunstrasenplatzes war dabei als Bestand in das Gesamtgefüge des künftigen Sportzentrums einzubinden. Des Weiteren waren die städtebauliche Einordnung und die eintretenden Veränderungen im Rahmen des Niveaufreien Verkehrskonzeptes in den baulichen Planungen zu berücksichtigen. Außerdem wurde den Büros ein Auszug zu den Eigentumsverhältnissen der Grundstücke und Gebäuden des Plangebietes als Anlage beigefügt. „Bei der Auslegung des Gebietes schossen jedoch einige der Planer über das Ziel hinaus.“ wie Kerstin Schäfer von der Stadtverwaltung anmerkte. Bürgermeister Helmut Wenzel betonte noch einmal, dass „Auch wenn die Planungsentwürfe beziehungsweise Leitkonzepte großzügig von den Büros über das gesamte Gebiet entwickelt wurden, möchte ich zur Vermeidung von Missverständnissen ausdrücklich betonen, dass keinesfalls in Privatrecht eingegriffen wird.“
Alle eingereichten Entwürfe wurden wertfrei und gleichberechtigt in Augenschein genommen. Im Vordergrund für die Beurteilungen durch das Entscheidungsgremium stehen vor allem die Kriterien der Gestaltung, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, energeti-sche Betrachtungen und die Umweltberücksichtigung. „Da die Stadt alle Rechte an den Entwürfen erworben hat, sind auch Kombinationen der Ideen möglich.“ wie Kerstin Schäfer sagte.

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