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16.9.2019 : 2:28 : +0000

Nowogród Bobrzański

Wappen von Nowogród Bobrzański
Wappen von Nowogród Bobrzański

Nowogród Bobrzański (deutsch: Naumburg am Bober) ist eine Kleinstadt am Ufer des Bober. Sie liegt im Westen Polens und gehört zum Kreis Zielonogórski. Die östlich von Lubsko gelegene Stadt ist seit 1988 mit Krzystkowice vereinigt. Die Großgemeinde umfasst ein Territorium von 259 km² und hat mit ihren 16 Ortsteilen 9.481 Einwohner. 

Die Vertreter der Gemeinden Lübbenau/Spreewald und Nowogród Bobrzański haben am 01. April 2000 eine neue Partnerschaft ihrer beiden Städte beschlossen, denn die freundschaftlichen Beziehungen sind bedeutend älter. Der Vertrag wurde von den Bürgermeistern W. Seeliger und G. Jankowski unterzeichnet. Das gemeinsam angestrebte Ziel ist die Entwicklung und Vertiefung der Zusammenarbeit. Große Aufmerksamkeit gilt der gegenseitigen Achtung und Verständigung der dem Gemeinwohl dienenden Partnerschaft wie auch der Förderung menschlicher Beziehungen zwischen den Bürgern beider Städte, insbesondere der Jugend. Im Geiste der Verständigung soll ein Beitrag für die friedliche und freiheitliche Einigung Europas geleistet werden. Die Zusammenarbeit soll sich auf wirtschaftliche, touristische, sportliche und kulturelle Bereiche erstrecken. Nowogród Bobrzański ist bereits seit 1981 Partnerin der Spreewaldstadt und hatte bis zur Wende regen Austausch auf schulischer und Vereinsebene wie auch privat gepflegt. Nach der Wende haben die Stadtväter der beiden neuen politischen Führungen die Bande neu geknüpft.

Jugendliche entdecken die Brda – Kanutour mal nicht im Spreewald

Zehn Jugendliche aus Lübbenau/Spreewald nahmen gemeinsam mit Ulrich Thorhauer und Jens Munizk (AWO Jugendarbeit Oberspreewald-Lausitz) an der diesjährigen deutsch-polnischen Kanutour teil.

Am 10. Juli war es endlich soweit: zehn Mädchen und Jungen, zwischen 12 und 15 Jahren, machten sich mit ihren Betreuern per Bus auf den Weg in die polnischen Partnerstädte Świdnica und Nowogród Bobrzański, um dort eine polnische Gruppe Jugendlicher aufzunehmen. Gemeinsam ging es nun nach Kujawien-Pommern, eine traumhafte Seen- und Flusslandschaft im Osten Polens. In Kujawien-Pommern startete die diesjährige deutsch-polnische Kanutour.

Schon beim Aufbau der Zelte und der Errichtung des Camps kam es zu ersten zaghaften Kontakten zwischen den polnischen und deutschen Schülern. Nach dem ersten Abend am Lagerfeuer, legten sich letzte Unsicherheiten und es kam zu einem regen Austausch und Miteinander. In den folgenden zehn Tagen wurde gemeinsam gepaddelt und gecampt; wobei eine Vielzahl von Hindernissen und Wettkämpfen auf die Teilnehmenden warteten. Glühende Sonne, kalte Nächte und wildes Wasser wurden im Team genauso gemeistert, wie lange Musikabende und tanzen bis in den Morgen. Am 20. Juli neigte sich die schöne Zeit dem Ende zu und die zusammengewachsene Truppe erreichte per Kajak das Ziel: die malerische Stadt Bydgoszcz (Bromberg) mit ihren mächtigen Speichern und vielen historischen Gebäuden.

Auch an dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an das Deutsch-Polnische Jugendwerk, welches diese Art von Begegnung ermöglichte. Ein ganz besonderer Dank gilt den Kolleginnen der Schule in Świdnica, Liliana Reiman und Bernardeta Klimczak sowie Jens Munizk und Ulrich Thorhauer vom AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V., welche sich länderübergreifend gemeinsam für die Organisation und Durchführung dieser Jugendbegegnung verantwortlich zeichneten.

Text: Jens Munizk, Ulrich Thorhauer/AWO

Lübbenauer Fußballteam zu Gast in Nowogród Bobrzański

Elf Lübbenauer Fußballspieler machten sich am 12. Juli 2019 auf den Weg nach Nowogród Bobrzański, um im Rahmen eines deutsch-polnischen Fußballturniers einen Pokal in den Spreewald zu holen und nebenbei den städtepartnerlichen Kontakt sowie bereits entstandene Freundschaften zu pflegen. Die jungen Lübbenauer Männer leisteten sich ein spannendes 90minütiges Spiel gegen die hoch motivierte Mannschaft der polnischen Partnerstadt. Hartumkämpft, vor allem aber mit Fairness und viel Freude am Spiel, verloren die Spreewälder mit dem Ergebnis 8:5. Im Anschluss stand ein weiteres Spiel im benachbarten Ort auf dem Programm. Im Rahmen des Bienenfestes zeigten hier die Spreewälder in einem kurzweiligen Spiel von zwei mal fünf Minuten ihr Können. Das Spiel endete für das deutsche Team mit einer knappen Niederlage von 2:1. Nach dem gemeinsamen Mittagessen nutze man die heißen Temperaturen für eine kurze Abkühlung im Freibad. Schließlich wurden die Pokale übergeben und das Lübbenauer Team bedankte sich für die Einladung, die Organisation der Veranstaltung und der Gastfreundschaft mit Präsenten aus der Spreewaldstadt.

Die Mannschaften sind sich einig, solche Zusammentreffen mindestens einmal im Jahr mit wechselndem Austragungsort durchzuführen. Die Lübbenauer waren nun bereits das zweite Mal zu Gast in Polen und machen sich nun Gedanke für ein nächstes Treffen in Lübbenau/Spreewald.

Das Kulturhaus in Nowogród Bobrzański (Sitz in Nowogród Bobrzański (66-010), in der ul. Pocztowa 7) hat gemeinsam mit der deutschen Partnerstadt Lübbenau/Spreewald (Sitz: Stadt Lübbenau/Spreewald, Kirchplatz 1 in 03222 Lübbenau/Spreewald) das Projekt "Polnisch-Deutsches Fußballtreffen 2019" realisiert. Das Projekt wurde durch Fördermittel des "Kooperationsprogramms INTERREG VA Brandenburg - Polen 2014-2020" im Rahmen des Kleinprojektfonds in der Euroregion "Spree-Neisse-Bober" unterstützt.

Jugendfeuerwehr zu Gast bei Freunden

Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und der europäischen Integration

Am zweiten Maiwochenende folgte ein Teil der Stadtjugendfeuerwehr Lübbenau/Spreewald mit großer Freude einer Einladung in die polnische Partnerstadt Nowogród Bobrzański. Ziel des durch die EU geförderten Projektes "Gemeinsam gegen die Elemente 2019" war in diesem Jahr die theoretische und praktische Auseinandersetzung der Feuerwehren mit dem Thema Höhenrettung. Nach der Ankunft am Freitag, dem 10. Mai 2019, gab es für die Jugendlichen und ihre Betreuer bei einem gemeinsamen Lagerfeuer zunächst die Gelegenheit, sich auszutauschen und die zwei bevorstehenden Projekttage zu besprechen.
Der Samstag stand dann im Zeichen des Feiertages zu Ehren der Feuerwehrleute in Polen. So fuhr man nach Zielona Gora, wo die Jugendlichen sich die Ehrenparade der polnischen Kameraden anschauten. Anschließender Haltepunkt der Reise war die Luftrettungsstation in Zielona Gora, bei dem allerlei Fragen der Kinder zum dort stationierten Rettungshubschrauber und der medizinischen Ausstattung durch das Rettungspersonal und den Piloten beantwortet wurden. Danach wurde gemeinsam mit Höhenrettern der Berufsfeuerwehr Zielona Gora verschiedene Taktiken zum Thema „Retten von Menschen aus Höhen und Tiefen“ besprochen sowie Kniffe, Tipps und Tricks zu Sicherungsmöglichkeiten von verunfallten Personen und deren Rettern erläutert. Am Abreisetag wurde nach einem gemeinsamen Frühstück die alte Ruine der Alfred Nobel Dynamit Aktien Gesellschaft Christianstadt besichtigt, in der es für die Kinder allerhand zu bestaunen gab. Im Anschluss folgten eine Auswertung des Projektes und die Übergabe des Gastgeschenkes durch die Jugendfeuerwehr. Erschöpft, aber voller Eindrücke und neuer Freunde traten alle Mitglieder am Sonntagnachmittag die Heimreise an.
Das Fazit der Jugendlichen ist, dass es auch über Grenzen hinweg wichtig ist, Hand in Hand miteinander zu arbeiten und sich zu verstehen.

Die polnische Gemeinde Nowogród Bobrzański (Sitz in Nowogród Bobrzański (66-010), Ul. Słowackiego 11) hat gemeinsam mit der deutschen Partnerstadt Lübbenau/Spreewald (Sitz: Stadt Lübbenau/Spreewald, Kirchplatz 1 in 03222 Lübbenau/Spreewald) das Projekt "Gemeinsam gegen die Elemente 2019" realisiert. Das Treffen hat vom 10. bis 12. Mai 2019 in Nowogród Bobrzański stattgefunden. Das Projekt wurde durch Fördermittel des "Kooperationsprogramms INTERREG VA Brandenburg - Polen 2014-2020" im Rahmen des Kleinprojektfonds in der Euroregion "Spree-Neisse-Bober" unterstützt.

"Gemeinsam retten wir vor dem Vergessen"

Vom 14. bis 16. Dezember 2018 reiste eine Delegation aus Lübbenau/Spreewald in die Partnerstadt Nowogród Bobrzański. Das deutsch-polnische Treffen stand unter dem Motto: "Gemeinsam retten wir vor dem Vergessen". Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren erwartete ein spannendes Wochenende in der Partnerstadt. Während der Besichtigung der ehemaligen Munitionsfabriken sammelten die Jugendlichen Materialien wie Fotos und verfassten Texte um Informationstafeln für die jeweiligen Objekte zu erstellen. Am Sonntag wurden schließlich die entstandenen Werke vorgestellt und ausgewertet, bevor die Jugendlichen aus Lübbenau/Spreewald wieder die Heimreise antraten.