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Gemeinsam zum Wohle der Einwohnerschaft

Lübbenau/Spreewald plant verbandsübergreifende Unterstützung im Alter

 

Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst beständig. „Die Sicherung der Pflege ist damit eine der größten sozialpolitischen Herausforderungen“, erklärt Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel. Das Land Brandenburg stellt im Rahmen eines „Paktes für Pflege“ diesbezüglich Fördermittel zur Verfügung. Diese möchte man in der Spreewaldstadt sinnvoll und vor allem mit Weitblick über die Förderperiode hinaus einsetzen. Sozialverbände und Wohnungsunternehmen waren aufgerufen, Ideen zur Erleichterung des Alltags im Alter zusammenzutragen. Bei einer gemeinsamen Sitzung wurden diese Vorschläge schließlich evaluiert, Meinungen ausgetauscht und Wege zur Umsetzung skizziert. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass in Lübbenau/Spreewald bereits ein vielfältiges Angebot vorherrscht.

 

Im Ergebnis sprachen sich die Teilnehmenden gleichermaßen für die Notwendigkeit einer schnellen, direkten und trägerübergreifenden Unterstützung für Hilfesuchenden aus. „Erfahrungsgemäß kommen die Menschen nach einem Termin beim Pflegestützpunkt zu uns. Wir helfen ihnen dann mit den Formularen und geben ihnen konkrete Tipps, wie sie mit einer erhaltenen Verordnung weiterverfahren“, berichtete Sabine Hanisch, Quartierskoordinatorin beim AWO Regionalverband Brandenburg Süd e. V. Das bestätigte auch Martina Broschinski, Seniorenbeauftragte der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH: „Gerade in der Zeit des Lockdowns haben die Senioren teilweise verzweifelt angerufen und wir haben uns gekümmert.“

 

Die Planung eines zweiten Pflegestützpunktes durch den Landkreis Oberspreewald-Lausitz wird in Lübbenau/Spreewald als überdenkenswert angesehen. Die finanziellen Mittel an die Kommune zu geben, die wiederum gemeinschaftlich die Unterstützung der Senioren im Quartier umsetze, halten Helmut Wenzel und die lokalen Partner für sinnvoller. AWO-Geschäftsführer Wolfgang Luplow bekräftigte dies: „So könnte man die Betroffenen viel schneller entlasten und ihnen die Hilfe geben, die sie beziehungsweise ihre Angehörigen brauchen.“

 

Die Teilnehmenden der Runde streben in diesem Zusammenhang eine gemeindenahe und gemeinschaftliche Pflegeberatung aller vor Ort tätigen Wohlfahrtsverbände im Rahmen der in Aussicht gestellten Fördermittel „Pakt der Pflege“ an. Mittels einer Vernetzung aller Beteiligten über eine gemeinsame Schnittstelle, beispielsweise in Form einer Internet-Plattform oder Hotline, wolle man schnellstmögliche, kompetente Unterstützung gewährleisten. „Wir fahren auch zu den Menschen raus, wenn es erforderlich ist“, informierte Yvonne Dietrich vom DRK Pflegedienst Spreewald aus ihrem Alltag.

 

Gemeinsam wolle man in der Spreewaldstadt auch ein möglichst langes Wohnen im Quartier weiter fördern. Ansätze gebe es bereits mit verschiedenen Wohn-, Pflege- und Freizeitangeboten. Zudem könne man sich beispielsweise eine „Medienhilfe für Senioren“ vorstellen. So könnten zukünftig alle Senioren-Dienstleister ihren Beitrag dazu leisten. Die individuellen „Erklärstunden“ im Umgang mit moderner Technik könnten auch in der Wohnung der Senioren durchgeführt werden, wenn Letztere diese nicht mehr verlassen können. Neue Medien werden als sinnvolle Unterstützung im Alter angesehen – zur Kommunikation, für Terminvereinbarungen mit Ärzten, Online-Bestellungen, zur Kontaktpflege mit der Familie etc.

 

Der übereinstimmende Konsens der Runde zeigt, dass in Lübbenau/Spreewald das langfristige Wohl der Bewohnerschaft über einer kurzfristigen, schnellen Geldausgabe steht. „Natürlich wissen unsere älteren Bürgerinnen und Bürger selbst am besten, was sie brauchen“, betonte Helmut Wenzel am Ende des Treffens. „Wir wollen sie mittels einer Befragung aktiv in die Angebotserstellung einbeziehen und herausfinden, was ihnen wichtig ist, welche Wünsche sie haben und was sie brauchen, um ihren Alltag zu meistern.“

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Do, 09. September 2021

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