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31.5.2020 : 10:12 : +0000

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Hauptstädter gratulieren Lübbenauern

Berliner Künstler haben Zuschauer und Aktive der Bunten Bühne mit Erinnerungen an die einst beliebte Fernsehsendung „Ein Kessel Buntes“ unterhalten. Die Lübbenauer Schauspieler hatten diesmal (fast) frei.

Genau am 11. 11. 2011 ging die Bunte Bühne in Lübbenau am Standort Gleis 3 an den Start. Auf den Tag genau fünf Jahre später wurde Geburtstag gefeiert. Die kleine Stadt leistete sich ein Theater in einer Industriebrache, die sich gerade anschickte, dort künstlerisches Leben einzuhauchen. Es gab den Kulturhof und die Lübbenaubrücke. Als Betreiber des Theaters wurde der Verein KultuRegio gegründet.
Es gab Skeptiker und Nachdenkliche, aber auch glühende Befürworter. Schließlich entscheiden die Zuschauerzahlen – und die Lübbenauer haben ihrem Theater von Anfang an die Treue gehalten. Matthias Härtig, ein Initiator der Bunten Bühne, bedankte sich daher vor Beginn des „Kessels“ zu allererst auch beim Publikum: „Mit 130 Veranstaltungen im Jahr und mit 7000 Zuschauern haben wir eine Auslastung von über 50 Prozent – das gelingt selbst großen Theatern nicht immer“, so der zum Ensemble der SachsenDreyer, den Hauskünstlern, gehörende Schauspieler.
Die Bunte Bühne ist auch Plattform für Gastkünstler und Vortragende. „Wir werden im nächsten Jahr sechs, also ‚schulpflichtig‘ – neue Aufgaben warten auf uns!“, ergänzte Härtig. Nach Rück- und Ausblick duften sich die Schauspieler zurücklehnen und ihre Berliner Kollegen auf der Bühne erleben – außer Matthias Härtig, der war für Licht und Ton verantwortlich.
Detlef Heising von der gleichnamigen Künstleragentur moderierte den Abend. Seine Schauspieler und Sänger zeigten das, was frühere Kessel-Zuschauer gewohnt waren: Kunst aus vielen Genres – eben für jeden was. Heising, der zu Kesselzeiten Bühnen- und Kostümbildner im Friedrichstadtpalast war, plauderte aus dem Nähkästchen. So hat der Wirt der Berliner Künstlerkneipe „Möve“ beim frühmorgendlichen Stühlehochstellen die immer noch Ausharrenden mit den Worten hinauskomplimentiert, dass auf ihn daheim ein Kessel Buntes warte – der Titel für die nach einem Namen für den Unterhaltungsabend Grübelnden war gefunden.
Erster Künstler beim „Kessel“ in Lübbenau war Volker Jung. Der Tenor und Entertainer hatte sein Liedprogramm an den Tod von Leonard Cohen angepasst. Danach quirlte das Friedrichstadtpalastballett, vertreten durch Cindy Fökel, über die kleine Bühne – mehr Damen hätten auch gar keinen Platz gehabt. Dann wurde es schneidig: In der Gestalt eines wilhelminischen Gardeoffiziers ließ Benno Radke beliebte Gassenhauer zackig erklingen. Angelique & Kavalier zeigten Verwandlungskunst, die Augen konnten m kaum folgen: Aus Napoleon wurde in Sekunden das Phantom der Oper, gefolgt vom Alten Fritzen, einer Matrioschka und einem Clown. Sänger Hans Jürgen Beyer klang kraftvoll wie eh und je. Er beeindruckte mit seinem Stimmvolumen und eingestreuten Bonmots: „Ich muss euch sagen, dass ich 67 bin – sonst denkt ihr, ich sei älter!“ Nach einigen Zugaben endete der „Kessel“ im stürmischen Applaus der Theatergäste.
Gut gelaunt und inzwischen auch auf das mehrfach angekündigte Buffet, ein deutsch-arabisches der Lübbenaubrücke, eingestimmt, verweilten die Gäste noch ziemlich lange im Foyer der Bunten Bühne. Deren Schauspieler hatten sie nun mal in aller Ruhe für sich. Lübbenaus Bürgermeister Helmut Wenzel war unter den Gratulanten. „Ich verbinde das Jubiläum mit der Hoffnung auf eine lange währende Lübbenauer Theatergeschichte. Im nun etwas ruhigeren Fahrwasser kommt es auf Kontinuität und Qualitätssicherung – und auf die Treue unserer Lübbenauer an“, so das Stadtoberhaupt. Aber derzeit besteht kein Anlass zur Sorge, die Lübbenauer haben ihr Theater ins Herz geschlossen.

Text: Peter Becker (LR)

Fotos unter www.lr-online.de/bilder

14.11.2016 08:50 Alter: 4 Jahre

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