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16.9.2019 : 2:37 : +0000

Holocaust-Gedenkstunde 2018


"Das Erinnern hat kein Ende und die Zukunft braucht Erinnerung"
- mit diesen Worten hat Bürgermeister Helmut Wenzel am 25. Januar 2018 im Paul-Fahlisch-Gymnasiums auf die Bedeutung des Erinnerns an die Schreckensherrschaft des Nazi-Regimes und die Millionen Opfer hingewiesen.

Das Programm der Gedenkstunde wurde von Schülern der elften Klasse des Paul-Fahlisch-Gymnasiums gestaltet. Im Rahmen ihres Geschichtsunterrichts recherchierten die Schüler zu Biografien Verfolgter des NS-Regimes, unter anderem zu Ernestina Gallardo. Gallardo versteckte während der Nazi-Diktatur Juden in ihrer Berliner Wohnung. Zugleich war sie die Nichte der Lübbenauer Geschäftsfrau Beatrice Ledermann, die 2015 durch die Verlegung eines "Stolpersteins" in der Altstadt gewürdigt wurde. Durch solche Personifizierungen wird für die Jugendlichen das Grauen besser vorstellbar und das Erinnern bekommt ein Gesicht. Anhand von historischen Berichten und Zeitzeugendokumente präsentierten die Schüler die Ergebnisse ihrer intensiven Auseinandersetzung und erhielten dafür vom Bürgermeister, der Pfarrerin Ulrike Garve und den zahlreichen Gästen viel Lob für ihre Arbeit. Zweiter Teil der Gedenkveranstaltung war das stille Niederlegen von Blumen am Gedenkstein für die Opfer von Faschismus und Gewaltherrschaft. Zahlreiche Einwohner, Schüler, Mitglieder der Fraktionen aus der Stadtverordnetenversammlung und Kirchenvertreter waren dazu auf dem Hauptfriedhof an der Zerkwitzer Hauptstraße zusammengekommen. In Stille schritten die Teilnehmer zum Gedenkstein und legten dort die Nelken ab, allen voran Bürgermeister Helmut Wenzel mit der Bundestagsabgeordnete Jana Schimke und Astrid Grötsch, Amtsleiterin der Finanzverwaltung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Die Gärtnerei Kullick hatte freundlicherweise einen Großteil der Blumen spendiert, wie auch schon in all den Jahren zuvor.