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Die Dammstraße wird immer schöner
Der 1. und 2. Bauabschnitt der Sanierung der Dammstraße sind zwischenzeitlich abgeschlossen und auch die Erneuerung der Brücke zu den Grundstücken in der Dammstraße steht kurz vor der Fertigstellung. Derzeit wird am 3. und letzten Bauabschnitt zur Straßensanierung gearbeitet. Nach seiner Fertigstellung ist die Dammstraße dann eine einladende und attraktive Verbindung in den historischen Altstadtkern Lübbenaus.
Aber nicht nur der Straßenbau zeigt Erfolge. Dank großer privater Initiative unter Zuhilfenahme von Städtebaufördermitteln funkelt ein „neues“ altes Juwel in der Nähe des Kahnfährhafens. Die Dammstraße 18 ist nun zum Spree Chalet geworden. Die komplette denkmalgerechte Sanierung des gesamten Ensembles ist eine Augenweide. Das Einzeldenkmal, erbaut 1903, sowie die angrenzenden Nebengebäude aus Backstein und der Hof wurden komplett saniert. Dabei wurde der Stil des vorhandenen Jahrhunderts auch bei der Einrichtung der entstandenen Ferienapartments wieder belebt – allerdings ohne auf heutigen Komfort verzichten zu müssen. Das Spree Chalet ist nun ein weiterer Anziehungspunkt in Lübbenaus Altstadt, der bei einem Winterspaziergang entlang der sanierten Dammstraße in Augenschein genommen werden kann.
Der Portalkran
… längst vergessen, ein stilles technisches Denkmal am Gleis 3 in der Güterbahnhofstraße, aber wie funktionierte den dieser Kran?
Der Portalkran, fachmännisch ein fahrbarer Bockkran zum Wechseln von Radsätzen an Güter- und Personenwagen mit einer zusätzlichen Vorrichtung zum Wechseln von Lokomotivachsen.
Technische Angaben:
Tragkraft Kran - 25 t / Tragkraft DEMAG - 5 t
1) Das Wechseln von Radsätzen an Güter- und Personenwagen
Ein oder mehrere Wagen konnten ohne Verwendung der Achssenke repariert werden. Es wurde nur der Portalkran, welcher auf einem separaten Schienengleis fuhr benötigt. Nach dem Lösen von (hier am Beispiel) von 2 x 4 Schraubmuttern (rechts und links) und der Wegführung der Bremsklötze wurde der Portalkran mit der „Auslegerzunge“ unter den Wagen platziert. Zuvor musste das Gehänge gelöst und abgenommen werden.
Danach konnte der Wagen angehoben werden. Die Achse blieb auf dem Gleis. Manuell wurde die Achse unter dem Wagen hervorgerollt, damit der DEMAG („Laufkatze“ oben am Kran (rund um laufend)) diese anheben und auf ein Nachbargleis setzen konnte. Jetzt konnte die neue Achse in umgekehrter Reihenfolge montiert werden.
2) Das Wechseln von Lokomotivachsen
Die Lokomotive fährt unter den Portalkran, je nach der zu wechselnden Achse. Nach dem Lösen der Verbindungen der Achse wurde diese in die -1 Ebene (1,50 bis 1,70 m tief unter Geländeoberfläche) abgesenkt dabei sind an den Ecken die Führungs – und Justierräder manuell steuerbar. Der Kran ist ebenfalls manuell steuerbar mit „Feststeller“ (Foto).
Wandbild an der ehemaligen Jenaplanschule
In der Schule befand sich ein großflächiges Wandbild aus handgeformter, farbig glasierter Keramik aus den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Signiert ist es von R. Sitte und wurde in der Steingutfabrik Strehla hergestellt. Da das Wandbild noch sehr gut erhalten war, ein Umsetzen des Bildes jedoch aus herstellungstechnischen Gründen nicht möglich war, wurde entschieden, das Wandbild nach außen zu verlegen. Dafür bleibt es nun mit seiner Trägerwand als Relikt stehen und wird auf der rückwärtigen Fassadenseite mit entsprechenden textlichen Hinweisen versehen werden. Zum Schutz soll es noch ein kleines Überdach erhalten. Mit diesem Fragment bleibt ein Stück Schule am alten Standort erhalten und wird zahlreiche ehemalige Schüler und Schülerinnen an ihre Schulzeit erinnern. Für alle anderen wird mit diesem Fragment deutlich, dass hier einmal eine Schule stand. durch den Abriss ein städtebaulicher Missstand beseitigt werden, ohne dabei die Geschichte des Ortes zu zerstören.
Denkmal des Monats Juni 2012 war der Schlosspark Lübbenaus
Am 20.Juni 2012 war es soweit: In Lübbenau wurde ein weiteres Denkmal des Monats der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg gekrönt, der Schlosspark.
Bei regenverhangenem Himmel erhielt die gräfliche Familie zu Lynar als Eigentümerin des Schlossparks die Auszeichnungsurkunde und bedankte sich herzlich.
Nach Abschluss der Auszeichnungsveranstaltung tauchte plötzlich eine hochherrschaftliche Kutsche am Tor des Schlossparks auf und erreichte die Gäste. Der Überraschungsgast aus Potsdam war mit seinem Gefolge eingetroffen. Es war niemand geringerer als Friedrich II. von Preußen mit seiner Schwester Wilhelmine und seinem Adjutanten. Der König zeigte sich in seiner launigen Rede beeindruckt von der hohen Qualität des Schlossparks und seiner historischen Gebäude.
Anschließend schritt er mit seinem „Fußvolk“ zum Hafen und bestieg mit den Gästen der Veranstaltung einen Spreewaldkahn, der nach einer kleinen Runde wieder am großen Hafen anlandete. Die Begeisterung unterwegs war groß, so konnte doch mancher Spreewaldgast davon berichten, dass ihm in Lübbenau Friedrich der Große mit Schwester und Adjutant auf einem Kahn – huldvoll grüßend – begegnet ist. So endete ein vergnüglicher Nachmittag, dem nur die Sonne fehlte.
DSK, Sanierungsträger der Stadt Lübbenau/Spreewald
Jahresrückblick 2011
Wieder ist ein Jahr vergangen, indem viel für und in der Stadt Lübbenau erreicht werden konnte.
Zuerst der Blick ins Sanierungsgebiet Lübbenau-Altstadt:
Der zweite Bauabschnitt in der Dammstraße wurde fertig gestellt. Hier lässt es sich nun entspannt flanieren, entlang von Rosenbeeten ist der Hafen gut zu erreichen.
Im 2. Halbjahr wurde mit dem Bau der Ingenieurbauwerke - den Einzelbrücken - im dritten Bauabschnitt der Dammstraße begonnen.
Parrallel zu den investiven Maßnahmen der Stadt erfolgen auch private Gebäudesanierungen von Einzeldenkmalen, die mit Städtebaufördermitteln unterstützt werden konnten.
Im Oktober fand die diesjährige Schaustelle-Veranstaltung der AG "Städte mit historischen Stadtkernen" im Land Brandenburg in Lübbenau statt. Der gezeigte hundertjährige Film "Der fremde Vogel" mit Asta Nielsen zog über 100 Besucherinnen und Besucher an.
Anfang Dezember konnte die Spreewaldlok in einer spektakulären logistischen Aktion an ihren neuen Standort im Museumsneubau am Topfmarkt "versetzt" werden.
Zum Abschluss des Jahres fand auf dem Weihnachtsmarkt die Öffnung des "Adventstürchens" am ehemaligen Deutschen Haus, dem heutigen Restaurant und Hotel "Charleston" statt, zu der sogar der Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger zugegen war. Auch diese Veranstaltung wurde sehr gut besucht.
In der Neustadt wurden folgende Maßnahmen unter Zuhilfenahme von Städtebaufördermitteln aus dem Programm Soziale Stadt 2011 fertig gestellt:
Die neu gestalteten Außenanlagen des MZL laden nun zum Verweilen und Ausruhen ein.
Die Sanierungsarbeiten an der Turnhalle in der Pestalozzistraße und die Sanierung der Schule mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen - gegenüber gelegen - wurden vom Landkreis durchgeführt und konnten ebenfalls in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Noch gut in Erinnerung ist die Einweihung der Bunten Bühne als neuem Stadttheater in der Güterbahnhofstraße, die am 11.11.2011 stattfand.
Die Komplettsanierung der Werner-Seelenbinder-Grundschule befindet sich im Bau. Hier werden die Arbeiten 2012 fortgeführt.
Mit den Fördermitteln des Programms Stadtumbau-Ost, Aufwertung, konnten die folgenden investiven Vorhaben realisiert werden:
Begonnen wurde der Bau des Dschungelspielplatzes an der A.-Schweitzer-Straße. Die Wiederherstellung der Fläche Erbbegräbnis ist planungsseitig vorbereitet und wird 2012 baulich umgesetzt werden.
Dies gilt auch für den 3. Bauabschnitt - Straßenbau - in der Dammstraße, der in 2012 die gesamte Sanierung der Dammstraße abschließen wird.
Freuen können sich auch die Schülerinnen und Schüler der Oberschule in der A.-von-Humboldt-Straße, denn die Außenanlagen der Schule konnten 2011 komplett abgeschlossen werden.
Im Teilprogramm Rückbau erfolgte der Teilabriss einer Gebäudezeile in der Straße der Freundschaft.
Städte mit historischen Stadtkernen
Erhalten, pflegen, behutsam sanieren und erneuern; eine Arbeitsgemeinschaft für historische Städte. Die Stadt Lübbenau/Spreewald ist eine der jüngsten Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft. Aufgenommen wurde sie am 01.Januar 2007.












